Stark infizierte Welpen hören plötzlich auf zu saugen, fühlen sich schlapp an und schreien und wimmern. Der Kot kann weich und gelb-grün aussehen. Die Leber schwillt an, die Welpen haben Bauchschmerzen. Einige zeigen auch Störungen der Atmung mit Nasenausfluss.

Infizieren sich die Welpen während der Geburt, sterben sie in den ersten Lebenstagen, meist ohne besondere klinische Anzeichen.


Infiziert sich ein Welpe innerhalb der ersten zwei Lebenswochen, besteht in der Regel keine Heilungschance.

Sind die Hunde älter als zwei bis drei Lebenswochen, können sie die Infektion mit der Bildung spezifischer Antikörper, deren Höhe Titer entscheidend ist für den körperlichen Schutz.

Bei über 5 Wochen alten Welpen verläuft die Infektion meist so wie bei erwachsenen Tieren.

Gegenwärtig gibt es keine virusspezifische Therapie gegen eine CHV-1 Infektion. Jede Behandlung kann nur eine Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte zum Ziel haben, etwa in Form von Ernährung oder der Gabe von Medikamenten gegen Durchfall.


Die Welpen sollten so warm wie möglich gehalten werden, Umgebungstemperatur ununterbrochen um 38.0 - 39.0 Grad C, z.B. durch Rotlicht, Wärmedecken oder Wärmflaschen. Damit wird das Einhalten einer einheitlichen Körpertemperatur der Welpen unterstützt. Wenn die Körpertemperatur der Welpen nämlich nicht unter die physiologische Grenze fällt, kann sich das Herpesvirus auch nicht optimal vermehren.

Wie kann man sicher feststellen, ob ein Zuchttier CHV-1 infiziert ist? Indem man verdächtige ungeimpfte Tiere einer Blutuntersuchung auf Herpesvirus Antikörper und dessen Titerbestimmung unterzieht. Das Ergebnis liegt spätestens nach wenigen Tagen vor, die Untersuchung ist nicht teuer und hat großen Aussagewert für das weitere Vorgehen. Sind Antikörper vorhanden, ist das Tier schon infiziert und bleibt es lebenslang. Dann ist dringend die Impfung der Hündin anzuraten.


Erst seit kurzer Zeit gibt es eine vorbeugende Impfung gegen das CHV-1 auf dem Markt, welche in Stresssituationen (Deckakt, Geburt ) bei infizierten Hunden eine belastbare, spezifische körpereigene Abwehr gegen das Virus schafft. Es ist durchaus berechtigt, auch nicht auf Herpes-Antikörper getestete Hündinnen zu impfen. Diese Impfung ist sehr gut verträglich und schützt gleichermaßen die Hündin wie auch ihre Welpen.

Dafür muss die Hündin jeweils etwa 1-2 Wochen vor jedem Deckakt und etwa 1-2 Wochen vor jedem Geburtstermin mit dem Herpesimpfstoff (Fa. Merial) geimpft werden.


Diese Impfung ist sehr gut verträglich und schützt gleichermaßen die Hündin wie auch die Welpen.

Leider besteht der hohe Antikörpertiter nach einer Impfung oder Infektion nicht zeitlebens. Er erreicht seinen Höhepunkt drei Wochen nach der Impfung oder Infektion und fällt dann langsam wieder in einen unwirksamen Bereich ab. Dies erklärt, warum zu jedem neuen Deckzyklus auch ein neuer Impfzyklus gehört.

Infizierte Hündinnen, die keinen ausreichenden Herpes-Antikörpertiter besitzen, stellen einen Infektionsherd für andere Hündinnen, Rüden und Welpen dar. Dies birgt eine große Gefahr für die Verbreitung des Virus beim Deckakt und unter mehreren Zuchttieren eines Zwingers.

Die Herpesdiagnostik und Impfung bietet inzwischen eine wirksame vorbeugende und behandelnde Waffe gegen das Virus.


<< zurück | Tipps und Links

 

DAS CANINE HERPESVIRUS | TIPPS UND LINKS

 
| Impressum | Impressum.html
HomeDBC_Home.html
Der DBCDer_DBC.html
Bouvier des FlandresBouvier_des_Flandres.html
Bouvier des ArdennesBouvier_des_Ardennes.html
Rund um die ZuchtDBC-Rund_um_die_Zucht.html
HundesportDBC-Hundesport.html
GalerieDBC-Galerie.html
Tipps und Links
Tipps und LinksDBC-Tipps_und_Links.html
 • Canine HerpesvirusCanis_Herpes.html
 • HerzmuskelschwächeHerzerkrankung.html
Welpen-VermittlungDBC-Welpen-Vermittlung.html
AnsprechpartnerDBC-Ansprechpartner.html
Deutscher Bouvier-Club 
von 1977 e.V.
FÜR MITGLIEDERDBC-Fuer_Mitglieder.html
Ausstellungsportalhttp://www.dbc-ausstellungen.jimdo.com/
TermineDBC-Termine.html